der perfekte Manager

der perfekte Manager

Jeder der im Führungsalltag steht, weiß wie hoch die Anforderungen an einen Manager heute sind. Für alles verantwortlich und für jedermann zuständig sind Manager und Führungskräfte das Schwungrad eines Unternehmens. Ohne ihren Einsatz und ihren Leistungswillen würde so manches Unternehmen keine schwarzen Zahlen schreiben.

Meine Erfahrung der letzten Jahre haben gezeigt, dass wenn Menschen in Führungspositionen kommen und richtig positioniert sind, dass sie dann leistungsorientiert und fokussiert bei der Sache sind. Ich habe aber auch den Eindruck gewonnen, dass die Erwartungen manchmal zu hoch geschraubt werden. Damit die Führungskräfte dem Druck standhalten können, sind sie versucht Fehler oder Schwächen grundsätzlich nicht zu zugeben. Das würde unter Umständen die Erwartungen des Top Managements nicht erfüllen und die nächste Karriereleiter vielleicht verhindern. So entsteht ein Kreislauf der zunehmend zum Bild des perfekten Managers führt, er soll alles können und möglichst ohne Fehler sein bzw. keine Fehler machen.

Die Realität ist aber eine völlig andere. Das was andere von uns erwarten und das was wir selbst von uns erwarten, erzeugt ein unrealistisches Bild der eigenen Person. Niemand ist perfekt und niemand kann alles gleich gut. Stärken und Schwächen liegen in der Natur des Menschen.

Wenn Manager, Führungskräfte und die Unternehmensführung das doch endlich auch mal sich selbst und anderen zugestehen würden, nämlich dass wir alle Fehler machen, dann wäre die Welt etwas menschlicher. Wir lernen am meisten aufgrund der eigenen Fehler und es bildet Vertrauen, wenn wir in der Lage sind das auch zu zugeben. Wie viele Führungskräfte stehen vor ihren Mitarbeitern und können nicht zugeben, dass sie auch Fehler machen.

Wer das nicht kann, hat sich im Grunde als Führungskraft selbst disqualifiziert. Vertrauensbildende Maßnahmen sehen auf jeden Fall anders aus.

Mein Wunsch ist, dass Menschen sich selbst und anderen wieder mehr Fehler zugestehen. Das würde jedermann helfen die Anklagebank zu verlassen und daran zu arbeiten, wie es besser gelingen kann. Schuldzuweisungen und Fehlersuche sind kontraproduktiv. Es geht um den besten Weg und den können Menschen in einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre viel schneller finden.